Motoren: Glück für Fiat: Chrysler gelingt Comeback
Auburn Hills/Turin - Zum ersten Mal seit 1997 hat Chrysler im vergangenen Jahr wieder Geld verdient. Das sorgte besonders in Italien für strahlende Gesichter. Fiat hält mittlerweile die Mehrheit an Chrysler. Und der einstige Sorgenfall unter Amerikas Autobauern entpuppt sich für die Italiener immer mehr als Glücksgriff.
Unter der Regie von Fiat konnte Chrysler einen Gewinn von unterm Strich 183 Millionen Dollar einfahren (139 Mio Euro). Besonders das letzte Jahresviertel lief blendend. 2010 hatte das Minus noch bei 652 Millionen Dollar gelegen. 2009 war der Konzern sogar pleite und konnte nur mit milliardenschwerer Hilfe des Staates überleben.
Doch Ausnahmemanager Sergio Marchionne riss das Steuer herum. Der Fiat-Chef stieg bei Chrysler ein, senkte die Kosten und brachte die angestaubte Modellpalette mit italienischer Technik auf Vordermann. Nun boomen die Autoverkäufe.
Dank der boomenden Verkäufe hat sich die Lage bei Chrysler deutlich entspannt: Die Schulden sind geschrumpft, das Geld strömt nur so in die Kassen. Der Marktanteil in den USA legte nach Firmenangaben im vergangenen Jahr von 9,2 auf 10,5 Prozent zu.
02.02.2012