18. Mai 2012
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Kino: Regie-Brüder aus Italien holen Goldenen Bären

Paolo und Vittorio TavianiBerlin - Das italienische Doku-Drama „Caesar Must Die“ („Cäsar muss sterben“) ist an der 62. Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet worden.

Die beiden Brüder Paolo (80) und Vittorio (82) Taviani begleiteten darin eine Shakespeare-Inszenierung von Häftlingen in einem römischen Gefängnis. Jury-Präsident Mike Leigh und Berlinale-Direktor Dieter Kosslick überreichten die begehrte Trophäe am Sonnabend den bereits mehrfach preisgekrönten Regie-Brüdern („Padre Pardone“, 1977). Sichtlich berührt bedankten sie sich auf der Bühne des Berlinale-Palastes vor rund 1600 Gästen bei den Häftlingen und grüssten sie.

Als beste Darstellerin wurde die 14-jährige Laien-Schauspielerin Rachel Mwanza für ihre Rolle als afrikanische Kindersoldatin in dem Film „War Witch“ geehrt. Der Silberne Bär für den besten Darsteller ging an Mikkel Boe Fölsgaard. Der Schauspieler wurde für seine Rolle in dem dänisch-internationalen Historiendrama „Die Königin und der Leibarzt“ ausgezeichnet. Für denselben Film erhielten Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterberg den Drehbuch-Preis.

Den Grossen Preis der Jury (Silberner Bär) erhielt der ungarische Film „Just the Wind“, der Gewalt und Diskriminierung gegen Roma in Ungarn thematisiert und auf einer realen Mordserie beruht. 18 Filme waren im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Insgesamt wurden knapp 400 Filme gezeigt.

21.02.2012