06. September 2010
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Reisetipp: Mailand

Antonio PerversiAntonio Perversi
Key Account Manager Business, Cisalpino

Wir sprachen mit Antonio Perversi über das Reiseziel Mailand und seinen persönlichen Bezug zur Metropole Norditaliens.

Herr Perversi, welchen Bezug haben Sie zu Mailand?
Zu Mailand habe ich sowohl eine geschäftliche als auch eine private Beziehung. Als Key Account Manager Business für Cisalpino bin ich regelmässig in Mailand, da dies der Hauptknotenpunkt unserer Züge ist.
Privat geniesse ich diese pulsierende Stadt mit ihren zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, die kulturelle und kulinarische Vielfalt und natürlich auch den Spitzenfussball.

Was gefällt Ihnen an dieser Stadt besonders?
Mailand hat sich zu einer Weltmetropole und einer Hochburg der Mode entwickelt und dennoch den italienischen Charakter bewahren können. Das lautstarke Diskutieren über Fussball in den Restaurants, das gemütliche Schlendern auf dem Corso Vittorio Emanuele neben dem Dom oder der klassische Aperitivo unter Freunden gefallen mir besonders.

Welche Sehenswürdigkeiten darf ein Besucher in Mailand nicht verpassen?
Da gibt es sehr viele. Ein einziger Besuch reicht sicher nicht aus, um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch ich habe noch lange nicht alles gesehen.
Sicher gehören der Mailänder Dom, die Galleria Vittorio Emanuele II als auch die Scala zu den klassischen Sehenswürdigkeiten Mailands. Auch das weltberühmte Fresko «Das Letzte Abendmahl» von Leonardo da Vinci im ehemaligen Kloster Santa Maria delle Grazie ist immer wieder beeindruckend. Weniger bekannt, aber sicherlich nicht weniger sehenswert, sind die Navigli im Süden der Stadt (Porta Genova).

Herr Perversi, wie erreicht man das Zentrum Mailands am effizientesten von der Schweiz aus?
Von den vielen Möglichkeiten, nach Mailand zu reisen, bevorzuge ich natürlich den Zug. Während der rund 3 Stunden Reisezeit - ab Zürich sind es ungefähr 3 Stunden und 40 Minuten - kann ich an meinem Sitzplatz am Laptop arbeiten oder gemütlich im Speisewagen ein Nachtessen geniessen. Als eines der  wichtigsten Kriterien für mich ist neben dem beträchtlichen Zeitgewinn die Tatsache, dass der Zug mich direkt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum bringt.

Die täglich 49 Verbindungen ab und in die Schweiz, davon 36 ab und in die  Deutschschweiz ermöglichen mir es, fast zu jeder Tageszeit einen Zug nach Mailand zu nehmen. Von Mailand aus habe ich dann auch die Möglichkeit, weitere Destinationen zu bereisen. Verona, Venedig, Bologna, Genua und Florenz kann ich sogar direkt aus der Schweiz erreichen.

Wie könnte ein zweitägiger Aufenthalt in Mailand aussehen?
Meine zwei Tage würden so aussehen:
Anreise am Morgen mit dem Zug und anschliessend direkt zum Shoppen. Am Abend ein tolles Nachtessen in einem der zahlreichen Restaurants und danach ab ins pulsierende Nachtleben Mailands.
Am nächsten Morgen würde ich einige Besichtigungen machen oder aber ganz einfach das «Dolce far niente» im Zentrum geniessen. Wieso dann nicht am Nachmittag ein Fussballspiel im Stadio Meazza anschauen? Schliesslich auf der Rückfahrt in die Schweiz bei einem tollen Essen im Speisewagen die zwei tollen Tage Revue passieren lassen.

Wo essen Sie am liebsten?
In Mailand hat das Essen wie überall in Italien einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt hier unzählige sensationelle Restaurants, in denen man sich verwöhnen lassen kann. Um die Anstrengungen der Köche entsprechend zu würdigen, sollte man sich etwas mehr Zeit für das Essen nehmen.
Mein Lieblingsrestaurant ist das traditionsreiche Zucca in Galleria. Hier kann man förmlich die Geschichte spüren. Die besondere Atmosphäre und das prächtige Jugendstil-Dekor machen hier jeden Besuch zu einem Erlebnis.  Das Risotto und «La cotoletta alla Milanese»  werden Ihnen mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben. Dazu noch ein gutes Glas Wein… Was will man mehr?

Wir leben in einer veränderungsreichen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff «Change» in Verbindung?
Veränderungen haben uns zu dem gemacht, was wir sind. Ohne diese «Changes» würden wir noch in den Höhlen wohnen… Daher sollte der Mensch nicht aufhören, neue «Changes» zu suchen und zu realisieren. «Change» steht für mich deshalb für die Zukunft.

Herr Perversi, wir danken Ihnen für dieses Interview.

Interview Antonio Iacovazzo, November 2008