Reisetipp: Mailand
Antonio Perversi
Key Account Manager Business, Cisalpino
Wir sprachen mit Antonio Perversi über das Reiseziel Mailand und seinen persönlichen Bezug zur Metropole Norditaliens.
Herr Perversi, welchen Bezug haben Sie zu Mailand?
Zu
Mailand habe ich sowohl eine geschäftliche als auch eine private
Beziehung. Als Key Account Manager Business für Cisalpino bin ich
regelmässig in Mailand, da dies der Hauptknotenpunkt unserer Züge ist.
Privat
geniesse ich diese pulsierende Stadt mit ihren zahlreichen
Einkaufsmöglichkeiten, die kulturelle und kulinarische Vielfalt und
natürlich auch den Spitzenfussball.
Was gefällt Ihnen an dieser Stadt besonders?
Mailand
hat sich zu einer Weltmetropole und einer Hochburg der Mode entwickelt
und dennoch den italienischen Charakter bewahren können. Das lautstarke
Diskutieren über Fussball in den Restaurants, das gemütliche Schlendern
auf dem Corso Vittorio Emanuele neben dem Dom oder der klassische
Aperitivo unter Freunden gefallen mir besonders.
Welche Sehenswürdigkeiten darf ein Besucher in Mailand nicht verpassen?
Da
gibt es sehr viele. Ein einziger Besuch reicht sicher nicht aus, um
alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch ich habe noch lange nicht
alles gesehen.
Sicher gehören der Mailänder Dom, die Galleria
Vittorio Emanuele II als auch die Scala zu den klassischen
Sehenswürdigkeiten Mailands. Auch das weltberühmte Fresko «Das Letzte
Abendmahl» von Leonardo da Vinci im ehemaligen Kloster Santa Maria
delle Grazie ist immer wieder beeindruckend. Weniger bekannt, aber
sicherlich nicht weniger sehenswert, sind die Navigli im Süden der
Stadt (Porta Genova).
Herr Perversi, wie erreicht man das Zentrum Mailands am effizientesten von der Schweiz aus?
Von
den vielen Möglichkeiten, nach Mailand zu reisen, bevorzuge ich
natürlich den Zug. Während der rund 3 Stunden Reisezeit - ab Zürich
sind es ungefähr 3 Stunden und 40 Minuten - kann ich an meinem
Sitzplatz am Laptop arbeiten oder gemütlich im Speisewagen ein
Nachtessen geniessen. Als eines der wichtigsten Kriterien für mich ist
neben dem beträchtlichen Zeitgewinn die Tatsache, dass der Zug mich
direkt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum bringt.
Die täglich 49
Verbindungen ab und in die Schweiz, davon 36 ab und in die
Deutschschweiz ermöglichen mir es, fast zu jeder Tageszeit einen Zug
nach Mailand zu nehmen. Von Mailand aus habe ich dann auch die
Möglichkeit, weitere Destinationen zu bereisen. Verona, Venedig,
Bologna, Genua und Florenz kann ich sogar direkt aus der Schweiz
erreichen.
Wie könnte ein zweitägiger Aufenthalt in Mailand aussehen?
Meine zwei Tage würden so aussehen:
Anreise
am Morgen mit dem Zug und anschliessend direkt zum Shoppen. Am Abend
ein tolles Nachtessen in einem der zahlreichen Restaurants und danach
ab ins pulsierende Nachtleben Mailands.
Am nächsten Morgen würde
ich einige Besichtigungen machen oder aber ganz einfach das «Dolce far
niente» im Zentrum geniessen. Wieso dann nicht am Nachmittag ein
Fussballspiel im Stadio Meazza anschauen? Schliesslich auf der
Rückfahrt in die Schweiz bei einem tollen Essen im Speisewagen die zwei
tollen Tage Revue passieren lassen.
Wo essen Sie am liebsten?
In
Mailand hat das Essen wie überall in Italien einen sehr hohen
Stellenwert. Es gibt hier unzählige sensationelle Restaurants, in denen
man sich verwöhnen lassen kann. Um die Anstrengungen der Köche
entsprechend zu würdigen, sollte man sich etwas mehr Zeit für das Essen
nehmen.
Mein Lieblingsrestaurant ist das traditionsreiche Zucca
in Galleria. Hier kann man förmlich die Geschichte spüren. Die
besondere Atmosphäre und das prächtige Jugendstil-Dekor machen hier
jeden Besuch zu einem Erlebnis. Das Risotto und «La cotoletta alla
Milanese» werden Ihnen mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben.
Dazu noch ein gutes Glas Wein… Was will man mehr?
Wir leben in einer veränderungsreichen Zeit. Womit bringen Sie den Begriff «Change» in Verbindung?
Veränderungen
haben uns zu dem gemacht, was wir sind. Ohne diese «Changes» würden wir
noch in den Höhlen wohnen… Daher sollte der Mensch nicht aufhören, neue
«Changes» zu suchen und zu realisieren. «Change» steht für mich deshalb
für die Zukunft.
Herr Perversi, wir danken Ihnen für dieses Interview.
Interview Antonio Iacovazzo, November 2008