18. Mai 2012
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Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Der Mann ist eine Gastro-Legende. Luigi Giuliani, alias Gigi. Seit knapp einem Jahr führt er das Gian Grossi in Zürich, das seit kurzem über ein amtlich bewilligtes Fumoir verfügt.

Der Mann ist gross und stark und steht wie ein Fels vor einem. Und als sicherer Fels ist er aus der Zürcher Gastro-Brandung nicht weg zudenken – nach einer kurzen Pause von der Gastronomie kam er wieder zurück und eröffnete das Gian Grossi. Weil er einfach nicht anders kann, als Gastgeber zu sein. Seit kurzem kann bei Gigi nicht nur gut gegessen, sondern auch geraucht werden. Das Restaurant an der Rebgasse 8 in Zürich mit seinen 56 Plätzen hat ein grosszügig angelegtes Fumoir, das 18 Rauchern Platz bietet.

„Essen und rauchen trennen, ja“, sagt Gigi „das ist gut. Aber geniessen und rauchen, gehört zusammen. Nach einem guten Essen wollen viele Leute Tabak konsumieren – und zwar nicht draussen in der Kälte. Bei mir können sie das, wie es sich für erwachsene Menschen gehört, gemütlich am Tisch.“ Dank einem perfekten Rauchabzug geniessen im Gian Grossi Raucher und Nichtraucher friedlich nebeneinander.

Überhaupt hat das Gian Grossi Stil. Ein Teil der Gäste speist – wie in einem von Gigi’s früheren Lokalen auch – auf einer Bühne. Weisse Tischtücher und dunkle Lederstühle prägen das schlichte Ambiente des Edelitalieners. Was im Gian Grossi serviert wird, benötigt keine optische Ablenkung. Das Personal ist sehr präsent, immer da, wenn man es braucht und tischt Speisen auf, die Gigis Bewusstsein für gehobene Italianità beweisen:
Beispielsweise herrliche Seppia e Gamberetti impanati, Tintenfischstücke und Garnelen, die mit einer wunderbaren Knoblauchpanade auf den Tisch kommen. Ebenfalls ein Genuss sind die Piccantine di Vitello, Kalbspiccata, mit bissfestem Safranrisotto. Oder die Tagliatelle alla Casalinga mit Kalbfleisch, Schinken und Salbei. Alle Pasta haben im Gian Grossi den perfekten Biss, sind hausgemacht und täglich frisch zubereitet. Sie werden weder vorgekocht, noch gekühlt. Die Portionen sind grosszügig.

Gigi’s absolute Spezialität ist aber Fleisch vom Holzkohlegrill. Wo Rauch ist, ist eben auch Feuer und in diesem Fall brennt es leidenschaftlich.

So lässt sich bei Gigi schlemmen und abheben. Es muss aber nicht teuer werden. Wie in Gigi’s früheren Lokalen, kann man im Gian Grossi auch einfach einen Teller Spaghetti für rund 20 Franken essen. Buon appetito!

Gregor Faust, Februar 2011

Im Gian Grossi sollen Sie sich wohlfühlen, Freunde treffen, bei einem guten Preis-Leistungsverhältnis hervorragend essen und auch bei einem schönen Glas Rotwein ein bisschen länger verweilen.

Gian Grossi
Rebgasse 8, 8004 Zürich
Telefon: 043 317 93 00
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 11.00-14.30/17.30-24.00 Uhr
Sa/So 10.30-24.00 Uhr
Reservationen und Vorbestellungen sind nur telefonisch möglich.