18. Mai 2012
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Italienisch lernen unter südlicher Sonne

Sprachreisen unter südlicher SonnePizza, Pasta, Gelato und dolce far’niente – wer kann sich nicht für „Bella Italia“ begeistern? Sandstrände, Sonne, Meer, gutes Essen und die italienische Sprache klingt für manche wie Musik in den Ohren. Wie wäre es also den nächsten Aufenthalt im Süden mit einem Sprachkurs zu kombinieren? Bei einem Sprachaufenthalt Italien von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen lohnt sich für Italienfans auf jeden Fall. Durch die Unterbringung bei italienischen Gastfamilien für die Dauer des Aufenthalts kann man am Alltag der Italiener teilhaben und so Einblicke in die Kultur gewinnen, die einem sonst verborgen bleiben würden.

An traumhaften Destinationen für einen längeren Aufenthalt fehlt es wohl nicht. Sich im auf Pfählen erbauten Venedig auf die Spuren der Medici begeben, sich in die Geschichte der italienischen Hauptstadt Rom vertiefen, in Neapel, der Heimat der Pizza der Margherita den Lebensstil der Süditaliener kennen lernen, auf Sizilien, Sardinien oder Elba italienisches Inselleben geniessen – Italienliebhaber haben die Qual der Wahl.

Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teils stark voneinander. Manchen Dialekten wird sogar der Status einer eigenständigen Sprache zugestanden. Der Ursprung der italienischen Sprache sowie all seiner Dialekte liegt im Vulgärlateinischen.

Wissen Sie über die Geschichte der italienischen Sprache Bescheid?
Am Anfang des Mittelalters, kurz nach Zusammenbruch des Imperium Romanum, blieb das Lateinische weiterhin Amtssprache. Auch als Sprache der Kirche konnte sich Latein weiterhin durchsetzen. Neben dem Hochlatein, das Sprache sowie Schrift dominierte, konnte sich Vulgärlatein oder Sprechlatein etablieren. Aus diesem entwickelten sich in weiterer Folge die protoromanische Volkssprache sowie die romanischen Einzelsprachen. Die Verbreitung des Vulgärlatein wurde dadurch begünstigt, dass Dokumente etc. so verfasst werden mussten, dass auch Personen die kein Latein beherrschten, diese lesen und verstehen konnten. Eines der ältesten Dokumente des Italiensichen das „Placito cassinese“ ist beispeislweise in Vulgär- oder Sprechlatein verfasst.  Auch Beschlüsse der Stadtverwaltungen mussten für alle Bürger verständlich abgefasst werden. Das Vulgärlatein breitete sich also auf immer mehr Bereiche aus. Mehrere Jahrhunderte lang lebten die italienischen Volkssprachen und das Lateinische nebeneinander. Erst im 13. Jahrhundert entwickelte sich ein überregionaler Standard der italienischen Sprache. Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt war der Schriftsteller Dante Alighieri, der in seinen Werken eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Zusammen mit seinen Schriftstellerkollegen Petraca und Boccacccio schaffte es Dante die Sprachdifferenzen zwischen den einzelnen Dialekten zu überwinden.

Heute unterscheidet man zwischen nord-, mittel- und süditalienischen Dialekten. Die Grenze zwischen diesen Dialekten verläuft entlang einer Linie zwischen den Städten La Spezia und Rimini, sowie Ancona und Rom.

Bei einer Sprachreise nach Italien sind Erfolgserlebnisse garantiert. Man lernt vor Ort schnell dazu und kann sich so auch mit den Einheimischen unterhalten, die sich immer über Besucher freuen, die der italienischen Sprache mächtig sind. Zahlreiche Sprachreiseanbieter organisieren Aufenthalte in Italien, bei denen sich die Studierenden um so gut wie nichts zu kümmern brauchen. Für ein besonders intensives Sprachen-Lern-Erlebnis bietet sich Work and Travel in Italien an, so erhalten Italienreisende noch dazu einen Einblick in den Arbeitsalltag der Italiener.