"Amarcord" von Federico Fellini am Filmfestival von Locarno
64. Filmfestival von Locarno: Italienischer Kinoabend auf der Piazza Grande: Amarcord von Federico Fellini.
Auch dieses Jahr findet wieder ein «Vorfestival» auf der Piazza Grande statt: am Dienstag, 2. August, am Vorabend der Eröffnung des 64. Filmfestivals von Locarno, wird Amarcord (1973) in einer Gratisvorführung auf der Piazza Grande präsentiert.
Eine Hommage an den italienischen Regisseur Federico Fellini, der mit seinen Filmen italienische und Weltkinogeschichte geschrieben hat. Locarneser und internationale Cineasten können einen magischen Kinoabend voller Italianità und ein Meisterwerk der Filmgeschichte geniessen.
„Amarcord“ bedeutet im Dialekt der Emilia-Romagna „Ich erinnere mich“. Der Film erzählt von der Jugendzeit Fellinis in Rimini und zeichnet eine von einfachen Menschen und Käuzen belebte Provinzlandschaft, wobei auch politische Ereignisse der 30er Jahre einbezogen sind. Amarcord ist nicht ein objektiver Bericht, sondern ein durch Erinnerungen verändertes und verwandeltes Zeitbild, in dem der Satiriker Fellini seiner Phantasie und Vorliebe fürs Groteske freien Lauf lässt. Ein Film geprägt von Poesie, Satire und Selbstironie, aber nicht selten auch von Melancholie.
Federico Fellini (1920-1993) gehört zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Regisseuren des italienischen Kinos. Er drehte insgesamt 25 Filme, erhielt fünf Oscars und zahlreiche Preise und Ehrungen. Den fünften Oscar, den er 1993 für sein Lebenswerk erhielt, kommentierte der Filmemacher mit den Worten: „Dieser Preis garantiert mir die Unsterblichkeit. Es ist nicht mehr nötig, dass ich sterbe, denn es ist alles schon erledigt, alle Lobreden, Gedenkschriften, Würdigungen, Denkmäler, alles.“
In Italien wird er von seinen Verehrern einfach nur "il Maestro" genannt. Tatsächlich war Fellini war ohne ein grossartiger Künstler, der mit seiner Filmkamera mehr als ein Meisterwerk schuf.
Paola Volk. Juli 2011