Bella Vita
Der
Wecker weckt mich unsanft aus dem tiefen Schlaf und darin gestört,
schlage ich mit meiner rechten Hand drauf, um ihn zum Schweigen zu
bringen - abrupt. Meistens kann ich nicht umgehend aus dem Bett steigen
und wende mich noch ein paar Mal hin und her, bevor ich mir mit beiden
Händen über das Gesicht streichle, so als könnte ich damit meine
Schlaftrunkenheit wegwischen...
Ich sitze an einem geräumigen und hell beleuchteten Besprechungstisch mit etwa zehn Gleichgesinnten und ereifere mich am aufgeworfenen Thema „Qualitätsmerkmale für Wellness-Hotels der gehobenen Klasse“. Als ich mich gedanklich kurz ausklinke, ertappe ich mich beim Beobachten der anderen Mitwirkenden...
Leise rieselt der Schnee vor meinem Fenster. Nur manchmal ist er von
wenigen Sonnenstrahlen beleuchtet und trägt meine Gedanken dem
Windhauch gleich davon…
Mich einstimmend in das Thema, bleibe ich vorerst völlig banal am Begriff „Spuren“ hängen. Was bezeichnet und bedeutet er?
Spontan
fallen mir Wortkombinationen ein, wie zum Beispiel „Spuren im Schnee
und im Sand, sichtbare und unsichtbare Spuren, verwehte Spuren, Spuren
der Vergangenheit, auf den Spuren von…, Spuren im World Wide Web,
Spuren zum Glück, selbst Fliegen hinterlässt spuren, Spuren des Lebens“
u.v.m. Ich könnte diese Aufzählung wohl Seiten füllend weiterführen…
„Hast Du ihn gesehen?“, fragte mich meine Freundin etwas aufgeregt.
„Ihn, wen?“, antwortete ich unschlüssig. Wir befanden uns inmitten
einer bunten Menschenmenge, welche sich zum Thema „Beauty und Alter“ an
einem Fachkongress eingefunden hatte. Ausnahmslos alle waren auffällig.
Wer war schrill gekleidet und modisch frisiert oder ganz einfach chic
und elegant ausgeprägt unauffällig und wer penetrant in Stil, Geschmack
und Benehmen...
Liegt es daran, dass ich auf dem Zeitstrahl meines Lebens mich in Richtung „goldene Mitte“ bewege? Hat die Suche nach der inneren Ruhe und das sich allmählich einstellende Gleichwicht mit meiner Work-Life-Balance zu tun? Oder sind es die gesellschaftlich geprägten Strömungen der LOHAS (Low of Health and Sustainability), die mein Bewusststein zum weiteren Erwachen anspornen?
Seit vielen Jahren beschäftigen mich die Themen rund um den Lebenssinn und insbesondere die Frage nach dem erstrebenswerten Lebensglück. Zahlreiche Bücher habe ich darüber verschlungen, Gespräche im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis geführt und auch Glücksdiskussionen ausgefochten. Wie der Hauptdarsteller aus „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von François Lelord, bin ich selbst auf die innere und äussere Reise gegangen..
Carmela L. Ramundo, lic. phil I, NDS oec., Kosmetikerin mit Diplom, Gründerin und Geschäftsführerin der Leonessa AG und Bella Vita Academy in Zürich.
Sie ist freie Fachjournalistin und tritt als Referentin für Beauty und Wellness auf, erteilt u.a. Coachings für Marketing, Werbung und Verkauf und sprüht begeistert vor Lebensfreude.
Die Aus- und Weiterbildungsstätte Bella Vita Academy sowie auch die gleichnamige Rubrik Bella Vita auf go-Italy sollen dazu inspirieren, ein Leben voller Glücksmomente zu geniessen. Lesen Sie regelmässig mehr über das „schöne Leben“ und entdecken Sie wie wunderbar es ist. Mit etwas Freude setzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse erfolgreich in Ihren Alltag um.