Die Schule
Es ziemt sich, dass eine gute Hausfrau die Kochkunst beherrschen kann. Heute gibt es viele Karrierefrauen, die alles können: Sie schaffen es trotz Arbeit und Stress die Kinder gross zu wachsen, sie bringen das Haus picobello sauber und kochen mit genussvollen Resultaten.
Vermutlich wird man in der Schweiz schon als Kind erzogen in allen Bereichen das Beste geben zu können. Als ich noch in Italien die Primarschule besuchte, staunte ich immer wieder über die Schweizer Schulen, die mit besten Infrastrukturen ausgestattet waren. Ich träumte auch in Italien eine solche Turnhalle wie hier in der Schweiz zu haben, oder eine Schule mit einem Hellraumprojektor oder Kreiden in allen Farben zu besuchen.
Ich staunte auch, dass die Schüler die Materialien umsonst bekommen und sich nicht darum bekümmern müssen sie zu kaufen. Bei uns in Italien war das schon immer ein Problem: Da wir das Lernmaterial nach dem Schulanfang bestellten, warteten wir auch bis 2 Monate um es zu erhalten. Inzwischen verfolgten wir den Unterricht mit einem einfachen Schreibblock und viel Fantasie!!!
Ich liebte es in der Schweizer Schulen die Küchen zu betrachten. Sie waren gut ausgestattet, gross und funktionell. Das Fach Hauswirtschaft oder Kochen gab es bei uns in Italien nicht. Als selbstverständlich gilt nämlich, dass jede Frau von ihrer Mutter oder Nonna das Haus lernt zu verwalten und auch nach deren Art. Keine andere Frau soll denken, sie mache die Hausarbeit besser als die andere.
Eva Gallo, April 2011
Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!