Il Tricolore di Eva
Die heissen Themen der italienischen Politik sind zurzeit mehrere: Eine Entscheidung für diese Rubrik war für mich schwer zu treffen. Es gibt die Arbeitsreform des bekannten Artikels 18 des Arbeiterstatutes. Man spricht von Italiens Untergang der „Gewerkschaftsmacht". Tatsächlich berichten die Medien über tägliche Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Regierung. Interessant ist aber auch das Argument der neuen politischen „ ABC-Union": Damit meint man Alfano, Bersani, Casini, die Leader der drei (zurzeit) wichtigsten Parteien...
mehr..Das Italienische Studiumcenter des Kammerverbandes hat das Profil des aktuellen Unternehmers geschildert: Er ist meistens unter 35 Jahre alt, hat keine Schulden oder Bankhilfen, arbeitet selbständig und ohne Angestellten. Dieser Trend zeigt sich vor allem in Süditalien, manchmal ist es die natürliche Konsequenz der Arbeitslosigkeit. Man unternimmt eine neue Aktivität mit eigenem Risiko und eigenem Kapital, aufgrund des prekären und/oder mangelhaften Stellenmarktes...
mehr..Unabhängig von der Sache, Silvio Berlusconi habe oder doch nicht für
Italiens Untergang gesorgt, gibt es momentan schwierige Zeiten für die
Stiefelinwohner. Seit dem 1. Januar 2012 gelten einige neue
Bestimmungen, welche die Monti-Regierung eingeführt hat, oder besser
ausgedrückt, einführen musste.
Die Benzinpreise steigen im Süden
und in der Mitte bis auf 1,8 E/lt. Teurer werden auch Strom, Wasser und
Autobahn. Neu gibt es eine „Glückstaxe" für Rubbelspiele, Lotto oder
Win for Life: Jeder Gewinn über 500 Euro wird mit einer Staatsabgabe von
6% betroffen...
Diesmal erlaube ich mir ein zeitgemässes Argument zu behandeln und werde ein paar Worte über die neue italienische Regierung von Mario Monti schreiben. Erstaunlich ist, wie sich in Italien alle politischen Gruppen über eine dringende Lösung im Namen der Krise einig waren und wie diese Einigkeit mit dem neuen Gouverneur besiegelt wurde...
mehr..Meiner Meinung nach gibt es eine ethische Regel beim Demonstrieren:
Gegenstände, Denkmale, Geschäfte oder Menschen dürfen nicht beschädigt
werden.
In der letzten Zeit erleben wir eine Krawall - Welle: Von
Zürich über Rom, bis hin nach Syrien, Iran oder Griechenland. Unabhängig
vom Grund empfinde ich, dass es höchst wichtig ist, bei diesen
Demonstrationen eine gewisse Würde zu behalten...
Dass das Problem Süditaliens an dessen Verwaltung liegt ist nicht neu. So verfolgte ich im Fernsehen eine hoch interessante Reportage (übrigens: Eine meiner Programme, die dem Eigentum eines TVs Sinn geben), die mögliche Lösungen für unseren „Mezzogiorno" ( Süd - Italien) analysierte. Dies tat der Moderator mit einem aufschlussreichen Bericht über die Wiederbelebung von Stadtzentren im Norden Europas, insbesondere im Ruhr Gebiet...
mehr..Was ich für das Leben gerne tue, nebst mein Kind und meinen Job geniessen, ist lesen. Ich lese einfach alles, was mir unter die Augen kommt: Von Zeitungen über Bücher bis hin zu den Essays...
mehr..Was ich sehr an Rom mag, sind die festlichen Nachtessen mit all meinen Freunden und Kumpanen. Damit meine ich nicht das zusammen Feiern eines christlichen Festes, sondern das Geniessen des Essens und Trinkens in Anwesenheit meiner besten Bekannten...
mehr..Ich gebe es zu: Eine meiner lieblings Lektüren während meiner Freizeit ist das italienische Magazine „Vanity Fair“. Es erscheint wöchentlich und ich lese es seit seinem Erscheinen. Ich bin immer neugierig auf die Persönlichkeit, welche für die Cover ausgewählt wurde oder auf die Interviews, die von ausgezeichneten Journalisten gemacht werden. Es gibt viele interessante Berichte und auch eine kleine Gossip-Rubrik, deren Frivolität nicht stört und als „Puderzucker“ auf dem Kuchen fungiert...
mehr..Am 15.Mai 2011 schrieb Isidoro Trovato im Corriere della Sera online, dass die Italienische Jugend Ihre Anforderungen für die Zukunft tiefer gesenkt habe. Synthetisch erklärte der Autor, wie die Hochgebildeten mit Master und Universitätsabschlüssen als Lebensziel einen Job als Angestellte haben. Dieses Resultat zeigt, wie momentan die italienische sozial Situation ist und wie diese das allgemeine Gewissen prägt...
mehr..Was wäre wenn Ihre Tochter eines Tages als Liebhaberin oder Bekannte einer prominenten Person in einem Skandal involviert wäre? Wie wäre Ihre Reaktion und wie würden Sie damit umgehen? In der letzten Zeit waren wir alle Zuschauer oder Zuhörer von den verschiedensten Geschichten, welche blaublütige Menschen, Spitzenpersönlichkeiten, Politiker etc..betroffen haben...
mehr..Es ziemt sich, dass eine gute Hausfrau die Kochkunst beherrschen
kann. Heute gibt es viele Karrierefrauen, die alles können: Sie
schaffen es trotz Arbeit und Stress die Kinder gross zu wachsen, sie
bringen das Haus picobello sauber und kochen mit genussvollen
Resultaten.
Vermutlich wird man in der Schweiz schon als Kind
erzogen in allen Bereichen das Beste geben zu können. Als ich noch in
Italien die Primarschule besuchte, staunte ich immer wieder über die
Schweizer Schulen, die mit besten Infrastrukturen ausgestattet waren.
Ich träumte auch in Italien eine solche Turnhalle wie hier in der
Schweiz zu haben, oder eine Schule mit einem Hellraumprojektor oder
Kreiden in allen Farben zu besuchen.
Am 17.März dieses Jahres feiert Italien seine 150 Jahre. An diesem
Tag, im Jahre 1861, wurde das „Regno d’Italia“ deklariert und mit
diesem Ereignis spielt die Schweiz auch eine Rolle, da sie kurz nach
der Entstehung der Italienischen Nation, diese schon als Staat
anerkannte.
Das heisst, dass die Schweiz, als eine von wenigen
Nationen, die „Staatlichkeit“ des neuen Bundes sofort als legitim
erklärt hatte.
Die aktuelle Regierung Italiens hat entschieden,
den 17. März zum Nationalfeiertag zu machen. Vor allem in der heutigen
Zeit, wo die allgemeine Meinung in pro und contra Berlusconi aufgeteilt
ist, wird die Frage der Einigkeit Italiens aktuell...
Nie hätte ich gedacht, dass ich es schaffen würde, eine Windel zu wechseln ohne auszuflippen. Nie hätte ich es geahnt das Weinen eines Babys zu stoppen, ohne verrückt zu werden. Nie hätte ich gedacht 9 Monate lang auf etwas warten zu können, ohne es vorher haben zu wollen.
Tatsächlich entwickelt man als Frau und nachträglich als Mutter einen Instinkt, der es möglich macht, das eigene Leben umzustellen. So kann ich jetzt die Windel meiner Kleinen wechseln und dies mehrmals täglich ohne zu denken: „ Oh, bin ich froh, diese Umständlichkeit nicht zu haben!“...
Fast jeden Winter wieder erzählte mir meine italienische Grossmutter Evelina die Geschichte von einer Frau aus ihrem Dorf, die sich im Winter tatsächlich nie traute aus dem Haus zu gehen und die den ganzen Tag im Bett verbrachte. Sie bekam die Lebensmittel einmal in der Woche von einem Jungen gebracht ins Haus und hörte den Sonntagsgottesdient im Radio. Sie bekam auch ungern Besuche bei ihr und verzichtete auf das normale Leben, welches sie in den wärmeren Jahreszeiten führte...
mehr..Während sich die bekannteste Rockerin Italiens momentan um ihre neugeborene Penelope kümmert und ihr berührende Zeilen im Wochenmagazine Vanity Fair geschrieben hat, trennt sich die Allgemeinmeinung des Volkes in der Halbinsel um die ethische und moralische Gerechtigkeit, Mutter im späteren Alter zu werden. So hat Gianna Nannini gewollt ein Kind erst jetzt auf die Welt gebracht, weil sie sich jetzt reif fühle und vor allem dazu bereit sei...
mehr..Wer freut sich nicht in eine neue Wohnung umzuziehen und sie so einzurichten, wie man es immer gewünscht hat? Ok, es hängt von der Situation ab. Meistens ist es aber so, dass man die Möglichkeit und vor allem die Freiheit hat, die Räume nach den eigenen Wünschen zu kreieren. Dazu helfen noch männliche Hände, der Lieblingsmöbelhändler und eine Dose gute Geduld!...
mehr..Sich wieder dem Schweizer Rhythmus anzupassen, ist keine leichte Sache. Am schwierigsten habe ich es nämlich bei der Mittagspause: kein richtiges Essen, kein richtiges Schlafen. Meine „pennichella“ am Nachmittag war mir schon immer heilig. Die 15 bis 30 Minuten Wegseins nach den Mahlzeiten dienten dazu, mich zu erholen, zu entspannen und während der Arbeitszeit am Nachmittag besser zu konzentrieren.
Falls ihr noch nicht genau wisst was die „pennichella“ ist handelt es sich um die sogenannte „Siesta“. Nur in Rom sagt man es so, sonst hat man auf der ganzen Halbinsel auch Ausdrücke wie: riposino pomeridiano, pisolino, sonnellino etc...
mehr..
Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!