Nachtessen zusammen
Was ich sehr an Rom mag, sind die festlichen Nachtessen mit all meinen Freunden und Kumpanen. Damit meine ich nicht das zusammen Feiern eines christlichen Festes, sondern das Geniessen des Essens und Trinkens in Anwesenheit meiner besten Bekannten.
So sass ich kürzlich in einer neapolitanischen Pizzeria zusammen mit Pietro, Francesca, Silvia, Giuseppe, Paolo und Betta. Die Themen unserer Gespräche streiften über Politik, Lifestyle, Bildung, Liebe, Wirtschaft und Gastronomie. Es ist für mich ein wahres Erlebnis während eines solchen Essens, derartig interessante Argumente zu behandeln. Dabei werden die Gerichte noch schmackhafter und das Leben tiefsinniger.
Danach geht es meistens Richtung „Gelateria Giolitti“ um die süsse Seite unserer Existenz  zu pflegen. Mit einem Cono in der Hand schlecken wir das Eis bis zur „Piazza della Rotonda“, wo Andrea seine Bar vor dem Pantheon mit typischen römischem Flair führt.
Einen caffé braucht es trotz Nachtruhe meistens beim Tazza d’oro, wo meine Mutter im Jahr 1974 einen Espresso für 50 Liren bekam.
Schlussendlich verabschiedet man sich mit zwei Küssen auf die Wangen und bleibt noch lange stehen um zu plaudern und lachen, weil wir immer alle glücklich übereinander sind. Wir sind ja schliesslich in der Mitte der ewigen Stadt, mitten in der Nacht. „Mitten im Weg unseres Lebens“…schrieb Dante Alighieri in seiner „göttlichen Komödie“.
Eva Gallo, Juli 2011
Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!