"Vanity Fair"
Ich gebe es zu: Eine meiner lieblings Lektüren während meiner Freizeit ist das italienische Magazine „Vanity Fair“. Es erscheint wöchentlich und ich lese es seit seinem Erscheinen. Ich bin immer neugierig auf die Persönlichkeit, welche für die Cover ausgewählt wurde oder auf die Interviews, die von ausgezeichneten Journalisten gemacht werden. Es gibt viele interessante Berichte und auch eine kleine Gossip-Rubrik, deren Frivolität nicht stört und als „Puderzucker“ auf dem Kuchen fungiert.
Zwar muss man genug „kritischen Geist“ haben um die Interpretationen von gewissen Themen zu filtrieren. Über das Referendum in Italien, welches gerade während des Pfingst-Wochenendes aktuell war, empfahl das Magazine klar 4 mal „JA“ zu stimmen. Diese Position kann der wenig kritische Lektor dazu führen ohne weiteres Ja zu stimmen. Was natürlich auch ganz in Ordnung ist.
Meiner Hinsicht nach aber, wäre es sinnvoller, die eigene politische Meinung anderseitig zu konstruieren. Schon während meiner Uni Jahren sah man mich mal mit einer Zeitung, mal mit einer total anderen politischen orientierten Tageszeitschrift. Wenn man mich auf die Schippe nahm und mir sagte aus welchem Grund ich eigentlich mal mit der „linken", mal mit der „rechten“ Zeitung zu sehen sei, antwortete ich, dass ich daran sei meine Meinung aufzubauen.
Es ist immer sehr interessant die verschiedenen Rekonstruierungen eines gleichen Themas zu verfolgen und dessen Interpretationen gegeneinander zu setzen. In dieser Hinsicht kann man vieles mit anderen Augen betrachten und nichts resultiert selbstverständlich, da die eigene Meinung auf einer soliden Basis der Vielfalt und Vertiefung beruht.
Eva Gallo, Juni 2011
Diese Schriften erzählen die Erlebnisse von Eva Gallo, Wirtschaftsjuristin, Freelance Redakteurin und vieles mehr! Nachdem Sie einige Zeit in Italien gelebt hat, erlebt sie momentan die Schweizerrealität. So oft wie möglich ist sie unterwegs und kehrt mehrmals jährlich zurück nach Italien. Somit erlebt sie die Freude von beiden Realitäten, im guten und im schlechten Sinne!